„Das alles ist Gottes Werk. Er hat uns durch Christus mit sich selbst
versöhnt und hat uns den Dienst der Versöhnung übertragen.“ (2.
Kor. 5, 18)

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Wo wir miteinander leben und unterwegs sind, werden wir auch aneinander schuldig. Das ist zunächst einfach mal eine Tatsache. Auch wenn wir uns noch so viel Mühe geben nicht aneinander schuldig zu werden, werden gegenseitige Verletzungen oder Missverständnisse vorkommen, wo wir einander begegnen.

Schuld und Verletzungen führen aber zu Trennung. Das Vertrauen ist beschädigt. Als Folge ziehe ich mich innerlich vor dem anderen zurück, gehe in Schutzhaltung oder Selbstverteidigung und mache einen Bogen um die Begegnung.

Gott ist davon nicht überrascht. Er weiß um die trennende Macht der Sünde. Er selbst leidet unter der Trennung. Dies ist der Grund warum er genau diesen Machtmechanismus am Kreuz entkräftet hat. Jetzt hast du in jeder Situation, in der jemand an dir schuldig wird oder in der du schuldig am Anderen wirst, die Wahl.

Du kannst in der Trennung verharren, was mehr und mehr zu Isolation und seelischer Armut führt und so dem Zerstörungsplan des Widersachers in die Hände spielt.

ODER

Du kannst Jesu Werk der Versöhnung und seine Wiedergutmachung in Anspruch nehmen, die er für dich am Kreuz erwirkt hat. Diese Versöhnung ist sehr kostbar und Gottes Wunsch und Wille für dein Leben. Er wünscht sich Einheit, versöhnte Beziehungen, ungetrübtes Miteinander, ungebremstes Leben in Fülle für dich.

Die „10 Schritte der Vergebung“ (zusammengestellt von Birgit Kratzat) sind eine biblische Praxisanleitung für den Umgang mit eigener oder fremder Schuld.

Vielleicht sind Menschen in der Gemeinde an dir schuldig geworden, vielleicht trägst du eine langjährige Kränkung oder Enttäuschung durch deine Familie in dir. Gib Gott die Chance dich zu heilen und dir eine neue Freiheit zu schenken, indem du die Schritte der Vergebung anwendest.

Gottes Wille ist, dass sich sein Heilsplan in allen unseren Beziehungen realisiert! Das ist die gute Nachricht!

„Denn eines müssen wir wissen: Gottes Wort ist lebendig und voller
Kraft.“ (Hebr. 4,12a)

 

Vergebung in 10 Schritten

(von Birgit Kratzat )

  • 1. Anklage erheben: Was ist passiert? Schuld erkennen: wahrnehmen und wahr sein lassen und benennen (Gefühle und Warum-Fragen helfen uns)
  • 2. Klage: Schmerz, Wut usw mit JESUS teilen und Trostempfangen Bei alten, tiefen Verletzungen kann das ein längerer Prozess sein. Dann kann der nächste Schritt sein: JESUS erlauben/bitten, mich auf den Weg der Vergebung zu führen
  • 3. Auf mein Recht auf Rache verzichten: dass mir vor und von den Menschen Recht verschafft wird. Mein Recht auf Rache/Wiederherstellung des Rechtes JESUS anvertrauen. „Die Rache ist Mein, spricht JAHWE“ Röm12,18. ER sorgt für vollkommene Gerechtigkeit! Der andere muss sich JESUS gegenüber verantworten.
  • 4. Auf mein Recht auf Wiedergutmachung seitens des Menschen verzichten: „Du schuldest mir nichts mehr, auch keine Entschuldigung“ dh darauf verzichten, dass der andere erkennt und bekennt, was er mir angetan hat (Opferrolle verlassen) Meine Wiedergutmachung JESUS anvertrauen (Röm8,28 „zum Besten!“J)
  • 5. Erkannte Schuld vergeben = Gnade gewähren. Konkret JESUS die Schuld des anderen am Kreuz aufladen. Im Tod und der Kraft des Blutes JESU verliert sie dort sofort ihre  zerstörerische Macht. Laut aussprechen: „Im Namen JESU vergebe ich…“ (Die unsichtbare Welt und das Herz hört mit!) Offbg 12,11„Wir überwinden durch das Blut des LAMMES und das Wort unseres Bekenntnisses!“
  • 6. Zuspruch der Vergebung/Lösung/Reinigung (Matth 18,18; 1.Joh1,9)
  • 7. Mangel von GOTT ausfüllen lassen = Wiedergutmachung aktiv von GOTT empfangen!
  • 8. Segnen: Gutes aussprechen über dem, der an mir schuldig wurde „Wie GOTT mir – so ich Dir!“ (ich bin nicht mehr Opfer/ausgeliefert, sondern aktiv)
  • 9. Evtl. Aussprache
  • 10. Neues Verhalten einüben:
    • 1. Vergebung bestätigen (sooft das Thema/Gefühle wieder auftauchen) und weiter Heilung/Wiederherstellung in Anspruch nehmen = Vergebung als PROZESS!
    • 2. Vergebung als Lebensstil einüben: aktuell wahrnehmen, gleich mit JESUS teilen „Wem viel vergeben wird, der liebt viel!“ Luk7,47
    • 3. Risiko-Planung: eigenes Verhalten ändern, um nicht wieder zu verletzen, bzw. verletzt zu werden
      • Wem vergebe ich?
        • > Dem anderen
        • > Mir selbst („Liebe Deinen Nächsten, wie Dich selbst“)
        • > Alle Anklage gegen GOTT fallen lassen
      • Vergebung für meine eigene Schuld
        • 1. Schritt 1 u Schritt 2 siehe oben: Schuld erkennen, benennen, Trost für das eigene Schuldigwerden!
        • 2. Verantwortung übernehmen: Schuld am Kreuz bekennen. Konkret JESUS die Schuld am Kreuz aufladen. Im Tod und der Kraft des Blutes JESU verliert sie dort sofort ihre zerstörerische Macht. Laut aussprechen: „Im Namen JESU bitte ich um Vergebung für…“ (Die unsichtbare Welt und das Herz hören mit!) Offbg 12,11 „Wir überwinden durch das Blut des LAMMES und das Wort unseres Bekenntnisses!“
        • 3. Annahme/Zuspruch der Vergebung, Lösung und Reinigung (1.Joh1,9)
        • 4. Wiedergutmachung: Bitte um Vergebung gegenüber dem Menschen evtl. Sachwerte o.a. ersetzen
        • 5. Schritt 10 siehe oben

Birgit Kratzat, Glaube konkret Juni 2016